Ilwie´s Ausbildung und Training

 

Stand März 2016

Ilwie wird in der Wettkampfsaison sehr regelmäßig trainiert.
Zu den normalen Übungsstunden am Hundeplatz und den intensiven Einheiten in der Fläche steht fast täglich etwas Zusatztraining auf dem Programm:

 

  • Konditionstraining am Fahrrad mit Anzeigeübungen nach unterschiedlich langen Strecken
  • Bergtraining, um die Motivation auch bei anstrengendem Gelände aufrecht zu erhalten
  • Eigensuche bzw. Eigenanzeige zur Beobachtung des Anzeigeverhaltens sowie zur Motivation
  • Geruchsdifferenzierung = Plane oder Hochverstecke im Wechsel mit / ohne VP (erschwert durch noch "warme" Planen)
  • Suchen durch dichte, blühende Brennnesseln = Unangenehmes überwinden, um Spieltrieb zu befriedigen
  • Einheiten der UO/GW wie Fußarbeit, Faßbrücke, Leiter und Detachieren auf belebten Wiesen zur Förderung der Konzentration
  • Spieleinheiten für reinen Spaß und Power!!!

 

Wie man erkennen kann, vergeht kaum ein Tag in der Woche, an dem Ilwie nicht nach Arbeit ruft. Sie fühlt sich sehr wohl in der Rolle des Powerhundes und mitunter muss ich sie zwingen sich mal zu entspannen und einfach nur spazieren zu gehen. Sie ist ein echtes Powerpaket!

 

 

Unterordnung

Ilwie´s und Greta´s Training begann nach einigen Tagen der Eingewöhnung damit, dass sie auf unserem Gartentisch die Futterhand kennen lernten. Über diese führte ich sie in die gewünschten Positionen und gab gleichzeitig das entsprechende Hör- und Sichtzeichen. Ich arbeite NICHT mit der sog. "Kontaktzonenmethode", bei der die Welpen über Berührungen an den richtigen Stellen ohne HZ zu korrektem Verhalten gebracht und dann bestätigt werden.

Stattdessen lernten die Hunde ebenfalls sofort das HZ "Nein!" als Abbruchsignal bei Fehlverhalten - es gab kein Leckerchen und ich wiederholte mehrfach das HZ "Nein" mit entsprechender Enttäuschung in Stimme und Gestik. Flott beherrschten sie die Grundkommandos recht sicher und hörten mir zu.

Ich trainiere sie fleißig und täglich gibt es kleine Einheiten von nur wenigen Minuten. Fußarbeit, Vorsitz und auch das Kriechen stehen auf dem Programm und werden kontinuierlich ausgebaut. Ilwie und Greta sind dadurch zu aufmerksamen Hunden geworden, bei denen ich nun aufpassen muss, dass sie sich nicht bei der Arbeit langweilen.

 

 

 

 

Gerätearbeit

Auch hier stiegen die Hunde sofort in die Ausbildung ein; ich hob sie regelmäßig auf Faßbrücke, Wippe und andere Geräte oder ließ sie durch Tunnel, Kanalröhren usw. laufen. So zeigten sie schon früh Trittsicherheit und bereits mit 6 Monaten absolvierten sie auch die Leiter prima. Zum jetzigen Zeitpunkt lernt Greta verstärkt fremde Plätze kennen sowie auf Tieflader zu klettern/springen, Notausgänge zu erklimmen usw. Zudem werden alle anderen Dinge vertieft.
Ilwie wird im Training für die Meisterschaften gehalten!

Flächensuche

Die Arbeit in der Flächensuche ist eines der vielen Talente von Ilwie und Greta. Nach wenigen Tagen Training verbellten sie mich mit ihrem Futternapf in korrektem Abstand und lernten auch hier, dass nur bei richtigem Verhalten auch die Bestätigung kam. Mit 12 Wochen zeigten sie fremde Personen auch in unbekanntem Gelände an und bellten sicher mit einwandfreiem Abstand! Mit 5-6 Monaten war richtige Suche angesagt.

Im Alter von 7 Monaten durfte Ilwie ihre erste Trümmersuche zeigen. Sie ging in dunkle Kellerräume, erarbeitete sich selbst ihren Weg durch Räume und war lediglich von einer sehr engen Wendeltreppe aus Gitterrost etwas zu bremsen. Greta zeigte sich gerade in der Location des Freizeitparks überraschend sicher in der Arbeit.

Ilwie´s Ausbildung schritt problemlos voran und so war Ilwie schon mit 15 Monaten sicher auf einer Suche der FlächeA. Greta als völlig anders gelagerter Typ Hund braucht für alles etwas länger, ist aber derber im Nehmen und dadurch folgen so manches Mal große Schritte am Stück. Zum jetzigen Zeitpunkt lernt sie viele neue Dinge, wie das Verweisen von Gegenständen, Slalom durch meine Beine, konzentriertes Rückwärtsgehen usw.

Zudem intensivieren wir im Training all die kleinen Sachen, die sich mal so einschleichen (wollen)...

Auch in der Fläche darf keine Langeweile aufkommen; Leersuchen mit Erfolg nur ganz hinten am Ende, Hochopfer, Tiefopfer, Trümmersuche oder Personen unter Planen, Tarnnetzen oder Reisighaufen - sie freuen sich förmlich, neue Aufgaben zu lösen!

 

Trümmersuche

Wenn sich die Gelegenheit bietet, trainiere ich Ilwie und Greta auch in der Trümmersuche. Allzu oft ist uns diese Möglichkeit nicht gegeben, doch nutzen wir diese Einheiten dann, um auch für die Fläche etwas daraus zu lernen.

Konditionstraining

Meine Hundesind aus meiner Sicht Hochleistungssportler und um eine gute und sichere Arbeit auch unter erschwerten Bedingungen abrufen zu können, trainiere ich sie bestmöglich. Man mag sich ausmalen, was für eine Belastung ein Hund bei 38° aushalten muss oder welche Kondition er benötigt, um eine große Fläche mit dichtem Bodenbewuchs abzusuchen.

Konditionell trainiere ich daher regelmäßig mit Fahrradfahrten, die sich zur Zeit auf eine Länge von 4-8km beschränken. Auf diesen Strecken wechsel ich zwischen Trab- und Sprintphasen ab; beide rennen für ihr Leben gerne und halten sich wohl für Rennpferde. Ich muss sie ständig ausbremsen, damit sie sich nicht selbst völlig auspowern.

Ihre Fitness erhöht sich von Fahrt zu Fahrt, die Regenerationszeit wird verkürzt und sie fühlen sich nur mit wirklich viel Bewegung wohl. So baue ich nach und nach die Streckenlänge aus. Neben dem Fahrrad stehen zwischendurch Lauf- und Bringspiele mit dem Ball an; auch lange Verbellphasen gehen an die Kondition. Dadurch versuche ich, immer Abwechslung in der Arbeit zu bieten.

Mentaltraining

Na ja - auch Ilwie´s und Greta´s Köpfchen soll immer schön fit bleiben, also gebe ich mein Bestes, um ihrem fröhlichem Temperament und ihren verrückten Ideen eine Richtung zu geben. Mal ist es reine Konzentrationsarbeit bei/mit mir, ein anderes Mal verstecke ich im Haus irgendwo ihren Ball. Ich lasse sie neue Kommandos selbst erarbeiten und so manchen Tag endet unsere "Arbeit" in einem fröhlichen und albernen Herumgehopse von uns dreien!!

 

 

 

Entspannung/Spaziergänge

So sehr ich die Arbeit und das Training mit den Hunden mag, so sehr bin ich auch der Überzeugung, dass Hunde auch ihre reinen Entspannungsphasen benötigen!

Zweimal täglich geht es also raus in Wald und Felder; dort ist freies Laufen angesagt. Manchmal gehen wir durchs Industriegebiet; dort kann man wunderbar Lichtgitterroststufen erklimmen, über Rampen wackeln, auf geparkte Tieflader springen und diese erforschen usw.

Es darf geschnuppert werden oder im Herbst: Tauben und Krähen jagen - DER Hit!!!!!!! Da rennen beide hunderte von Metern um die Piepmätze hoch zu scheuchen, um dann wieder auf Zuruf im gleichen Tempo zu mir zurück zu kommen.

Um ihre Wendigkeit und Beweglichkeit noch zu fördern und zudem zusätzlich etwas für die Kondition zu tun, habe ich für Ilwie einen sog. Treibball (auch Ferkel-Anti-Stressball genannt) angeschafft.
Das Ergebnis seht ihr unten; sie hat unglaublich viel Spaß damit, trainiert nebenbei noch die Geschicklichkeit zum Einsatz ihrer Pfoten und ist nach 10 Minuten ziemlich fertig und ausgelastet - zumindest kurzfristig.

Leider hat sich Ilwie mit diesem Treibball nach und nach derart hochgedreht, dass sie mir einmal fast kollabiert ist...
Danach wurde der Ball zur Sicherheit an eine Hundeschule gespendet.

Update: 17. Oktober 2017